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Juli 1997

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CD des Monats
Juli  1997


Terry Callier
Timepeace

  Terry Callier geniest seit seinem furiosen Comeback-Album „Timepeace“ im Jahr 1997 unsere uneingeschränkte Hochachtung. Sein sanfter, mit Jazz- und Folkeinflüssen angereicherter Soul hat leider bis heute nicht den Weg zum Massenpublikum gefunden.

Das Album bietet wieder die gewohnt hohe Qualität an Songwriting und Instrumentierung. Tragende Elemente des Sounds sind Calliers akustische Gitarre und seine Stimme, die sich – aller Sanftmut zum Trotz – zu wütender Empörung emporschwingen kann.


Grund genug, sich zu empören, findet Callier, wohin er auch blickt: Umweltverschmutzung, Gewalt, Krieg und sein ewiges Thema der Frieden und die Liebe. Anrührend altmodisch wirkt diese aufrechte Empörung in Zeiten, in denen Zynismus und Fatalismus die landläufigen Überlebensstrategien sind – anrührend altmodisch und dennoch wie ein frischer Hauch, wie der erste Frühlingswind nach einem langen Winter. Mit seiner gleichnamigen englischen Musiker-Gruppe hat er ein Meisterwerk aufleben lassen. Von vielen totgesagt steht er im Alter steht der heute 62jährige erneut im Mittelpunkt.

Anfang der 70er heuerte Terry Callier unter der Regie von Producer Charles Stepney (u.a. Minnie Riperton, Earth, Wind & Fire) bei Cadet an und veröffentlichte auf diesem Label bis 1975 drei ausgezeichnete Alben; "What Colour Is Love?" sehe ich dabei als Meilenstein (nicht nur) der Soul Music. Nach dem Vertragsende bei Cadet kam Terry Callier bei Elektra unter Vertrag, aus dieser Zusammenarbeit gingen die eher lauen Alben "Fire On Ice" und "Turn You To Love" hervor.

Danach wurde es lange Zeit ruhig um Terry Callier, der sich ganz der Erziehung seiner Tochter widmete – mit geregeltem Einkommen als Programmierer. Und hätten nicht eines Tages Kids in den Londoner Clubs die frühen Aufnahmen des Ausnahme-Sängers und -komponisten wiederentdeckt, hätte es das sensationelle "Comeback"-Album "Timepeace" 1998 auf dem Talkin' Loud-Label von Gilles Peterson wohl nie gegeben.

Besonders mag ich Terry Callier für seine einnehmende Art; seinem eindringlichen, wundervollen Gesang, der zerbrechlich wie kraftvoll durch die Songs trägt, kann ich mich nicht entziehen. Ob leise, nur zu Gitarre vorgetragen oder ob opulent orchestriert, der Mann versteht es, Intimität herzustellen, er zwingt mich auf eine angenehme Art zum Zuhören.

Discographie:
Die Discografie enthält auch das "1969-71"-Best Of "First Light", die 2000 im Zuge des Terry Callier-Revivals veröffentlichte "Parallel-Platte" zum Debüt "Live At Mother Blues 1964" sowie die durchaus hörenswerte Remix-Compilation "Total Recall". – Feb. 2007